Angebot nachfassen
als Fotograf
Fotografen und Videografen investieren viel Zeit in ein Angebot: Portfolio zusammenstellen, Pakete erklären, Preise kalkulieren. Und dann kommt oft nichts zurück. Das liegt selten daran, dass der Kunde kein Interesse hat — meistens ist die Entscheidung noch nicht gefallen. Wer strukturiert nachfragt, bleibt im Rennen. Dieser Ratgeber zeigt, wie Fotografen und Videografen ihre Angebote professionell nachfassen.
Der Fotografie-Markt: Viel Konkurrenz, wenig Unterschied
Kunden, die einen Fotografen suchen, fragen selten nur einen an. Gerade für Hochzeiten, Firmenporträts oder kommerzielle Shootings werden häufig drei bis fünf Angebote eingeholt. Die Entscheidung hängt dann oft nicht nur am Preis, sondern an persönlicher Verbindung, Verfügbarkeit und — wie präsent der Fotograf im Kopf des Kunden geblieben ist.
Das Schweigen nach einem Angebot bedeutet fast immer: Der Kunde ist noch in der Entscheidungsphase. Ein freundliches Nachfassen nach 3 Tagen ist kein Drängen — es ist eine professionelle Geste, die zeigt, dass man engagiert ist und den Auftrag wirklich möchte.
Das richtige Timing für Fotografie-Angebote
Die bewährte Sequenz lautet: Tag 3, Tag 7, Tag 14. Bei Hochzeitsanfragen oder Shootings, die noch Monate entfernt sind, kann der erste Kontakt auch nach 4–5 Tagen erfolgen. Wichtig ist: Wer als erster professionell nachfragt, zeigt Engagement — und Engagement ist in der Kreativbranche ein Kaufargument.
- Tag 3: Kurze Rückfrage, ob noch Fragen zum Angebot oder zu den Paketen offen sind
- Tag 7: Angebot machen, weitere Portfolio-Beispiele zu zeigen oder einen kurzen Austausch zu haben
- Tag 14: Letzte freundliche Erinnerung — danach die Akte schließen
Wie eine gute Nachfass-Mail für Fotografen klingt
Die Nachfass-Mail sollte Bezug auf das konkrete Projekt nehmen: Art des Shootings, geplantes Datum, vielleicht die Location oder das gewünschte Paket. Das zeigt, dass der Fotograf genau weiß, worum es geht — und keine automatisierte Serienmail verschickt.
„Haben Sie unser Angebot erhalten? Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung."
„Hallo Frau Berger, ich wollte kurz nachfragen, ob noch Fragen zu meinem Angebot für Ihre Hochzeit im Juli offen sind. Gerne schicke ich Ihnen auch noch Beispiele von ähnlichen Locations, falls das hilfreich ist."
Der Unterschied ist deutlich: Die zweite Mail zeigt Interesse, Persönlichkeit und einen echten Mehrwert. Das ist die Art von Kommunikation, die Kunden von einem Profi erwarten.
Was Fotografen beim Nachfassen vermeiden sollten
- Sofortiger Preisrabatt: Bevor der Kunde auch nur nach einem Rabatt fragt, wertet das das Angebot ab — und setzt einen unguten Präzedenzfall
- Zu häufig nachhaken: Mehr als drei Kontaktversuche wirken aufdringlich und können das Vertrauen beschädigen
- Allgemeine Formulierungen: „Haben Sie unser Angebot erhalten?" ohne jeden Bezug auf das konkrete Projekt wirkt wie eine Massenmail
- Zu lange warten: Nach mehr als 2 Wochen ohne Nachfassen ist der Kunde oft schon bei einem Mitbewerber
Automatisches Nachfassen: Warum es für Fotografen sinnvoll ist
In einer gut gebuchten Saison verschicken Fotografen und Videografen viele Angebote gleichzeitig. Den Überblick zu behalten, wer wann nachzufassen ist, kostet Zeit und geistige Energie — Zeit, die besser in Bildbearbeitung, Kundengespräche oder neue Projekte fließen sollte.
Mit Angebotstracker müssen Sie nur die Service-Adresse einmalig ins CC Ihrer Angebots-Mail setzen. Die Nachfass-Mails an Tag 3, 7 und 14 gehen automatisch von Ihrer eigenen E-Mail-Adresse ab — mit dem Text, den Sie einmalig hinterlegen. Der Kunde bekommt eine persönlich wirkende Mail. Sie müssen gar nichts mehr daran denken.
Häufige Fragen
Nie wieder einen Auftrag durch Schweigen verlieren
Angebotstracker verschickt Nachfass-Mails automatisch an Tag 3, 7 und 14 — von Ihrer eigenen E-Mail-Adresse, in Ihrem Namen. Kein manueller Aufwand.