Der Aufbau einer guten Nachfass-Mail

Eine Nachfass-Mail muss nicht lang sein — sie muss klar sein. Drei bis fünf Sätze reichen völlig. Wer mehr schreibt, riskiert, dass der Kunde gar nicht bis zum Ende liest.

Betreff
Konkret und erkennbar — das Angebot oder die Leistung direkt benennen. Nicht: „Nachfrage" oder „Kurze Frage".
Anrede
Immer mit Namen. „Guten Tag Herr Müller" statt einem unpersönlichen „Sehr geehrte Damen und Herren".
Bezug
Ein Satz, der klar macht, um welches Angebot es geht. Datum oder Leistung nennen.
Offene Frage
Keine Ja/Nein-Frage. „Gibt es noch offene Punkte?" statt „Haben Sie sich schon entschieden?"
Abschluss
Freundlicher Abschluss mit Kontaktangebot — Telefonnummer oder direkte Antwort auf die Mail.

Formulierungen, die funktionieren

Gute Nachfass-Sätze sind offen, freundlich und ohne Druck. Hier einige Formulierungen, die sich im Alltag bewährt haben:

Ich wollte kurz nachfragen, ob Sie unser Angebot erhalten haben und ob noch Fragen dazu offen sind.
Gibt es noch Punkte im Angebot, über die Sie mit uns sprechen möchten?
Falls Sie sich noch in der Entscheidungsphase befinden, helfe ich gerne mit weiteren Informationen weiter.
Ich freue mich über eine kurze Rückmeldung — auch wenn es aktuell noch nicht passt.
Das Angebot gilt weiterhin. Melden Sie sich gerne, wenn Sie Fragen haben.

Gute Betreffs — und schlechte

Der Betreff entscheidet, ob die Mail überhaupt geöffnet wird. Er sollte das Angebot erkennbar machen — nicht generisch klingen.

Ihr Angebot vom 12. April – kurze Rückfrage
Angebot Badezimmer-Sanierung – haben Sie Fragen?
Angebot Nr. 2024-087 – kurze Nachfrage von [Name]

Schlechte Betreffs: „Nachfrage", „Kurze Frage", „Haben Sie schon entschieden?", „Letzte Chance" — zu allgemein, zu drückerisch oder zu unkonkret.

Was man schreiben sollte — und was nicht

✓ Tun
  • Konkret auf das Angebot beziehen
  • Offene Fragen stellen
  • Kurz halten (3–5 Sätze)
  • Von der eigenen Adresse senden
  • Freundlich und entspannt klingen
  • Telefonnummer nennen
✗ Lassen
  • Sofort Rabatte anbieten
  • Druck aufbauen oder Fristen setzen
  • Lange Erklärungen wiederholen
  • Von Fremd-Domains oder Massenmails senden
  • Mehr als dreimal nachfassen
  • Vorwürfe formulieren

Der Unterschied zwischen den drei Kontakten

Jede der drei Nachfass-Mails sollte einen leicht anderen Ton haben — sonst wirkt es wie eine Kopie-Paste-Routine, die der Kunde sofort erkennt.

Tag 3: Sachlich, kurz, freundlich. „Habe das Angebot geschickt, melde mich kurz." Kein Druck, keine Erwartungen.

Tag 7: Etwas persönlicher. Direktere Frage, ob offene Punkte bestehen. Gesprächsangebot — ein Telefonat oder eine kurze Antwort reicht.

Tag 14: Abschließend. Klar signalisieren, dass dies die letzte Erinnerung ist — ohne es negativ zu formulieren. „Das Angebot gilt weiterhin, melden Sie sich gerne." Ende.

Häufige Fragen

Eine gute Nachfass-Mail ist kurz (3–5 Sätze), bezieht sich konkret auf das Angebot, stellt eine offene Frage und endet mit einem freundlichen Gesprächsangebot. Kein Druck, keine Rabatte beim ersten Kontakt.
3 bis 5 Sätze sind ideal. Lange Mails werden nicht gelesen. Der Betreff sollte das Angebot konkret benennen.
Nein – nicht beim ersten oder zweiten Nachfassen. Ein sofortiger Rabatt signalisiert, dass der ursprüngliche Preis zu hoch war. Wenn überhaupt, erst beim letzten Kontaktversuch und nur wenn es zum Betrieb passt.
Ressource 5 fertige E-Mail-Vorlagen zum direkten Kopieren →
Ratgeber Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Nachfassen? →

Texte schreiben wir für Sie

Angebotstracker schickt professionelle Nachfass-Mails automatisch — den Text bestimmen wir gemeinsam bei der Einrichtung. Von Ihrer eigenen Adresse, zum richtigen Zeitpunkt.